Tools zur Preisautomatisierung und Dynamic Pricing – Vergleich 2026

Zu wissen, welche Preise die Wettbewerber verlangen, ist erst die halbe Miete – die andere Hälfte besteht darin, die eigenen Preise schnell genug anzupassen, um den Verkauf zu gewinnen, ohne Marge zu verschenken. Genau das liefern Tools zur automatischen Preisanpassung und zum Dynamic Pricing. In diesem Leitfaden erklären wir, was Preisautomatisierung ist, worin sich regelbasierte und KI-basierte Ansätze unterscheiden und worauf man achten sollte. Anschließend vergleichen wir die führenden Tools für Online-Händler in Polen, im DACH-Raum und in Großbritannien im Jahr 2026. Jede Funktion haben wir in der öffentlichen Anbieterdokumentation überprüft.

Automatische Preisänderung bedeutet, die Preise Ihrer Produkte als Reaktion auf Marktbedingungen – Wettbewerberpreise, Nachfrage, Lagerbestände und Margenziele – mithilfe von Regeln oder KI zu ändern, statt sie manuell zu bearbeiten. Die Preisberechnungs-Engine übernimmt Daten aus dem Monitoring und aktualisiert Ihre Preise kontinuierlich anhand des von  Ihnen gesetzten Ziels (u.a. X % preislich unter dem Wettbewerber liegen, Margenschwelle einhalten, Buy Box gewinnen, Gewinn maximieren).

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Was ist Dynamic Pricing?

Dynamic Pricing bedeutet Preisautomatisierung, die kontinuierlich und in großem Maßstab angewendet wird. Es sind also dynamische Preise, die sich fast in Echtzeit mit Nachfrage, Wettbewerb und anderen Signalen bewegen, statt einem starren Zeitplan zu folgen. In der Praxis überschneiden sich die Begriffe: Preisanpassung“ ist auf Marktplätzen (Amazon, Allegro) verbreitet, mit  „Dynamic Pricing“ wird eine breitere Strategie gemeint. Beide basieren auf demselben Fundament: Bereitstellung von hochqualitativen Daten zu Wettbewerbspreisen.

Regeln vs. KI – worin liegt der Unterschied?

Das ist die wichtigste Unterscheidung beim Tool-Vergleich – und der Bereich, in dem die Marketingsprache der Realität am häufigsten voraus ist.

  • Regelbasierte Automatisierung folgt der Logik, die Sie selbst festlegen: „Preis 1 % unter dem günstigsten Wettbewerber halten, aber niemals unter Kosten plus 10 %“. Sie ist transparent, vorhersehbar und schnell zu konfigurieren. Genau das leisten die meisten Tools, darunter auch einige, die mit „KI-gestützt“ werben.

    Screenshot der Dealavo-Preisautomatisierungsoberfläche mit einer regelbasierten Preisstrategie.

    Regelbasierte Automatisierung – Screenshot der Dealavo-App

  • KI-basierte (prädiktive) Automatisierung schätzt für jedes Produkt die Preiselastizität und die Rolle (Traffic-Generator oder Long-Tail-Artikel), prognostiziert die Auswirkung einer Preisänderung auf Umsatz und Gewinn und optimiert anschließend. Echtes, dokumentiertes Machine Learning in der Preisfindung ist hier eher die Ausnahme als die Regel.

    Screenshot der KI-gestützten Preisautomatisierungsoberfläche von Dealavo.

    KI-basierte (prädiktive) Automatisierung – Screenshot der Dealavo-App

Die stärksten Konfigurationen bieten beides: Regeln und Sicherheitsschranken für Produkte, die Sie unter Kontrolle behalten möchten, und KI für die Produkte, bei denen maschinelle Optimierung die starre Regel schlägt.

 

Repricing-Strategie: Preisautomatisierung mit klaren Leitplanken

Warum ist Preisautomatisierung für Online-Händler wichtig?

  • schützt automatisch die Marge – setzt Schwellen und Preisgrenzen durch, damit Sie nie unter einem sicheren Niveau verkaufen, selbst während eines Preiskampfes;
  • ermöglicht Reaktionen in Stunden statt Wochen – bei schnell rotierenden Produkten ist die manuelle Preisänderung immer zu spät;
  • setzt in jedem Kanal den richtigen Preis – Ihr optimaler Preis im eigenen Shop ist selten der optimale Preis für Allegro oder Amazon;
  • entlastet das Team – Pricing-Manager statt Tabellen zu bearbeiten, beginnen Strategien zu entwickeln und Entscheidungen optimal zu treffen;
  • macht aus Monitoring Geld – aktive Überwachung zeigt die Lücke, die Automatisierung schließt sie skrupellos.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Tools zur Preisautomatisierung achten?

  • Regelflexibilität – beliebige Regeln mit Limits versehen, idealerweise mit Verwaltungsmöglichkeiten dank einer Limits-Bibliothek;
  • Preise pro Kanal – separate Preise für den eigenen Shop und jeden Marktplatz;
  • automatisches Hinzufügen – neue Produkte landen bei Sortimentsrotation automatisch in den passenden Regeln;
  • echte KI-Option – Optimierung, die sich der Elastizität und der Produktrolle bewusst ist, mit einer tatsächlichen Methode hinter dem Label;
  • Sicherheit und Transparenz – Unter- und Obergrenzen, Simulation sowie nachvollziehbare Logik;
  • Datenfundament – verfügt das Tool über ein eigenes Monitoring (mit Tiefgang: durchgestrichene Preise, Omnibus, Versandkosten) oder müssen Sie Wettbewerbsdaten selbst bereitstellen;
  • Struktur, Preisgestaltung und Vertragsmodell –  von unkomplizierten Self-Service-Optionen für KMU bis hin zu umfassenden Enterprise-Projekten, wahlweise mit monatlicher Abrechnung oder langfristigen Jahresverträgen.

Risiken und Nachteile der Preisautomatisierung

Automatische Preisanpassung verstärkt sowohl gute als auch schlechte Entscheidungen – eine falsch konfigurierte Regel kann den Preis innerhalb weniger Stunden unter die Margenschwelle drücken oder einen Preiskampf auslösen, in dem alle verlieren. Engines, die ausschließlich auf Wettbewerbspreisen basieren, neigen zum „Wettlauf nach unten“, insbesondere wenn ein Marktteilnehmer einen Feed-Fehler oder Lagerabverkauf hat. Ohne Mindest- und Höchstgrenzen, Schutzmechanismen und Omnibus-Preise ist es leicht, gesetzliche Anforderungen zu verletzen oder Rabattmitteilungen ungültig zu machen. Ein separates Risiko ist die Qualität der Eingangsdaten – die Automatisierung ist nur so gut wie das Monitoring, auf dem sie basiert, sodass falsche Produktzuordnungen (sog. Matching) sich direkt in schlechten Preisen niederschlagen. Schließlich gewinnt in Kategorien mit starkem Markeneffekt oder langem Entscheidungszyklus der niedrigste Preis selten den Verkauf, und ständiges Preisspiel kann sogar den wahrgenommenen Produktwert senken.

Vergleich von 9 Tools – detaillierte Beschreibungen

(Fakten überprüft auf öffentlichen Anbieter-Websites. Bemerkung: „Nicht dokumentiert“ bedeutet, dass die betreffende Funktion nicht öffentlich angegeben ist – nicht, dass sie definitiv nicht vorhanden ist.)

1. Dealavo

Am besten geeignet für: mittleres Marktsegment und Enterprise-Händler, die sowohl Regeln als auch KI wollen – mit eigenen, mehrkanaligen Überwachungsdaten – ohne das „nur Enterprise“-Etikett.

Dealavo kombiniert eine der breitesten bestätigten Monitoring-Abdeckungen in Europa mit einer umfangreichen Preisanpassungs-Engine – Sie arbeiten also mit Daten, die Sie kontrollieren. Seit 2025 gehört Dealavo zur JTL-Software-Gruppe.

  • Regeln, die für reale Portfolios gebaut sind. Konfigurieren Sie beliebige Regeln mit Unter- und Obergrenzen unter Kontrolle (dank Limits-Bibliothek, ); setzen Sie separate Preise pro Kanal (eigener Shop, Allegro, Amazon, eBay, Idealo usw.); und fügen Sie neue Produkte bei Sortimentsrotation automatisch zu Regeln hinzu – einschließlich Sammelpackungen und Varianten, die Tools, die nur auf EAN-Codes basieren, regelmäßig verwechseln.
  • KI-basierte Preisautomatisierung – mit Ihren Daten. Über die ERP-Integration ziehen wir Transaktionsdaten und aus Google Analytics 4 Besuchsstatistiken. Diese Daten bilden die Grundlage unserer KI-Engine, die Preiselastizität und Rolle jedes Produkts (Traffic-Treiber, Long Tail) gewichtet. Auf denselben Daten bauen wir auch Margendiagramme.
  • Zuverlässige Daten. Dealavo arbeitet auf vollem Monitoring-Feed (über 1000 Quellen, mehr als 20 Länder, 99 % Datengenauigkeit, qualitätsgeprüfter Produktabgleich mit und ohne EAN-Code; Google Shopping, Allegro, Amazon, eBay, Idealo, Otto, Kaufland, Empik und viele weitere) und berücksichtigt auch durchgestrichene Preise, Omnibus sowie Versandkosten – reagiert also auf den realen Endpreis, nicht nur auf das Preisetikett.
  • Eine Regel deckt mehrere Kanäle ab, in einer Ansicht – statt eines separaten Kontos pro Kanal.
  • Kostenlose Demo auf Ihren Daten, keine Sandbox. Die kostenlose einwöchige Demo läuft auf Ihrem Katalog und den von Ihnen gewählten Quellen.

Pakete: von Counter-Price-Paketen für KMU und Mid-Market bis zur erweiterten Enterprise-Lösung; individuelle Preisgestaltung.

2. Competera

Am besten geeignet für: große Enterprise-Händler, die die am besten dokumentierte KI-Preisoptimierung wollen.

Competera (gegründet 2014) richtet sich an große Unternehmen; zu den Kunden gehören OBI, LG, Watsons und Unilever.

Stärken:

  • untermauert die KI-Erklärung mit den meisten Argumenten (Deep-Learning-Modelle, „95 % Entscheidungsgenauigkeit“);
  • bietet zudem eine regelbasierte und marktbasierte Engine;
  • dokumentierte REST-API und SAP-Integration.

Zu beachten:

  • eine Enterprise-Lösung – üblicherweise mit Implementierungsgebühr und Abrechnung nach tatsächlicher Datennutzung, sodass die Kosten schwerer planbar sind als bei einem festen Abonnement;
  • Zugang erst nach Vertriebspräsentation (Demo);
  • lange Umsetzungsphase.

3. Omnia Retail

Am besten geeignet für: mittelgroße und große Händler in Westeuropa, die transparentes regelbasiertes Dynamic Pricing mit einer KI-Aufsichtsschicht wünschen.

Omnia Retail (Amsterdam, ca. 2013; Eigentümer Patagona) ist überwiegend in Westeuropa verankert und richtet sich an mittlere und große Retail-Ketten mit eigenem E-Commerce. In Polen sind Präsenz und Abdeckung der Preisvergleichsportale begrenzt – es fehlen u. a. Allegro und Ceneo unter den bestätigten Quellen.

Stärken:

  • leistungsstarke Regel-Engine – Regeln pro Wettbewerber und Produktabhängigkeiten, Abweichung vom Durchschnitt, Omnibus-Unterstützung;
  • Amazon Buy Box, ermittelt per KI, und Erklärung, warum das Tool einen bestimmten Preis gesetzt hat;
  • Start ab etwa 399 €/Monat; bestätigt Google Shopping, Idealo, Amazon, eBay und Kaufland.

Zu beachten:

  • Produkte werden vor allem über EAN-Codes zugeordnet, was bei Multipacks und Stückverkäufen zur Einschränkung wird;
  • Allegro und Ceneo werden nicht unter den unterstützten Quellen genannt.

4. Prisync

Am besten geeignet für: KMU- und Mittelstand-Retailer, die einfache regelbasierte Automatisierung wollen.

Prisync (Istanbul, 2013) ist ein SaaS-Tool mit der transparentesten öffentlichen Preisliste auf dieser Liste.

Stärken:

  • öffentliche Pakete 199–399 USD/Monat;
  • unbegrenzte Wettbewerberverfolgung;
  • Ein-Klick-Integrationen mit Shopify und Magento;
  • drei Preisaktualisierungen pro Tag.

Zu beachten:

  • trotz „KI“-Slogan arbeitet die Engine regelbasiert;
  • nativ unterstützt werden nur Google Shopping und Amazon – weitere Quellen fügen Sie manuell hinzu, indem Sie URLs angeben, die Sie dann selbst pflegen;
  • API-Schnittstelle und Preishistorie kosten extra, außerhalb des Basispakets.

5. PriceShape

Am besten geeignet für: KMU- und Mid-Market-Händler, die nach Monitoring in Kombination mit regelbasierter Automatisierung und Optimierung der Anzeigen bei Google Shopping suchen.

PriceShape (Aarhus, 2018) hat rund 800 Kunden, darunter Bang & Olufsen und Intersport.

Stärken:

  • tägliches, regelbasiertes Dynamic Pricing mit einer lesbaren Regelzusammenfassung (Vorschau der Auswirkung auf Position und Marge);
  • dynamische Tags und gute Schutzmechanismen (minimale und maximale Preislimits);
  • „ROAS Booster“ im Paket – das Tool sendet eine zusätzliche Datei an Google Merchant Center und markiert Produkte in Google-Ads-Kampagnen, um den ROAS (Rendite auf Werbeausgaben)  zu verbessern;
  • Preisliste ab 500 € pro Monat.

Zu beachten:

  • Preisaktualisierungen erfolgen täglich und regelbasiert (ohne Machine-Learning-Modell);
  • die Abdeckung ist überwiegend um Google Shopping aufgebaut;
  • Oberfläche nur auf Englisch, Jahresvertrag.

6. LivePrice (liveprice.pl)

Am besten geeignet für: polnische Händler und Distributoren, die flexible, auf Allegro und Ceneo abgestimmte Regeln benötigen.

LivePrice (Data Dynamics, Warschau) ist seit über einem Jahrzehnt auf dem polnischen Markt aktiv und rund um Allegro und Ceneo aufgebaut. Neben Preisautomatisierung unterstützt es die Automatisierung von CPC-Geboten auf Ceneo, sodass Pricing und Werbeausgaben in Preisvergleichsportalen aus einem Panel gesteuert werden können. Oberfläche, Dokumentation und Support sind ausschließlich auf Polnisch – ein Plus für lokale Teams, aber ein Minus im Auslandsvertrieb.

Stärken:

  • „Cenomatic“-Engine mit 26 Modi und CPC-Gebotsautomatisierung auf Ceneo, Regeln nach Lagerbeständen und Promotionskalender;
  • bestätigte Quellen: Allegro, Ceneo, Idealo, Google Shopping und Amazon;
  • umfassendste lokale ERP-Integrationen (darunter Comarch ERP XL, Subiekt), ohne Aufpreis für das Modul zur Preisänderung;
  • oft günstiger als Dealavo.

Zu beachten:

  • Daten und Regeln werden für jeden Kanal auf separate Konten aufgeteilt – Sie können nicht drei Kanäle mit einer Regel innerhalb einer Übersicht abdecken;
  • Preishistorie umfasst 30 Tage;
  • Feed erhalten Sie ausschließlich im XML-Format; Website und Nutzeroberfläche sind nur auf Polnisch.

7. Brandly360

Am besten geeignet für: Hersteller und Markeninhaber (überwiegend aus Polen), die Automatisierung neben Markenanalytik und digitalem Regal wünschen.

Brandly360 (Data Venture, Poznań) richtet sich primär an Hersteller und Markeninhaber; zu den Kunden zählen Samsung, Lenovo und Panasonic.

Stärken:

  • vorgefertigte und individuelle Regelszenarien (erstellt durch Brandly-Berater) sowie eine „dynamische Preisgestaltung“ als Option auf Basis von maschinellen Lernen;
  • bestätigte Quellen: Allegro, Amazon, Google Shopping und Ceneo;
  • vertragliche Garantie von 99,7 % Datenqualität und dedizierter Kundenbetreuer.

Zu beachten:

  • Regeln werden eher gemeinsam mit einem Berater als vollständig selbstständig konfiguriert;
  • die Machine-Learning-Erklärung ist technisch nicht dokumentiert;
  • Kunden bemerken die lange Implementierung.

8. Berryboo

Am besten geeignet für: polnische KMU, die eine sehr günstige regelbasierte Automatisierung wünschen.

Berryboo (Kolbuszowa, 2023) ist ein junges, günstiges Start-up für kleinere polnische Shops.

Stärken:

  • sehr niedriger Preis ohne Limits (Monitoring mit Verkaufsstatistiken und Preisaktualisierung 499 zł/Monat);
  • Regeln mit Mindest- und Höchstgrenze.

Zu beachten:

  • Regeln werden eher separat für jedes Produkt hinzugefügt (keine Gruppen) und ohne Berücksichtigung der Versandkosten;
  • umfasst nicht Ceneo und Allegro nicht im Standardumfang enthalten;
  • keine API und kein Export; funktioniert nur in Polen.

9. 7Learnings

Am besten geeignet für: datenreiche Enterprise-Händler, die prädiktive Preisgestaltung wollen – und die entweder Wettbewerbsdaten haben oder sie nicht benötigen.

7Learnings (Berlin, 2019; Series-B-Runde 2025) ist der reinste Fall KI-basierter Preisgestaltung in dieser Liste; zu den Kunden gehören Westwing und bonprix.

Stärken:

  • Nachfrageprognose mittels maschinellen Lernens, validiert durch A/B-Tests;
  • deklarierter Gewinnzuwachs von rund 10–15 %;
  • kann Preise und Marketingausgaben gemeinsam optimieren.

Zu beachten:

  • das ist wichtig – das Tool sammelt keine Wettbewerbspreise; es arbeitet mit Ihren Verkaufsdaten, es ergänzt also ein Monitoring-Tool, ersetzt es nicht;
  • die Implementierung dauert 3–4 Monate.

*Ebenfalls relevant: Intelligence Node bietet „Smart Pricing“ im globalen Enterprise-Paket; Patagona gehört heute zu Omnia; Sellerlogic ist eine starke Engine ausschließlich für Amazon.*

Tools zur Preisautomatisierung im Überblick

Legende: „ja“ = dokumentiert · „—“ = nicht öffentlich dokumentiert · „nein“ = nicht angeboten.

„KI (dok.)“ = Machine Learning in der Preisgestaltung mit veröffentlichter Methode · „KI (Marketing)“ = KI deklariert, nicht dokumentiert · „Regeln“ = regelbasiert.

ToolAm besten fürEngine-TypPreise pro KanalAutomatisches Hinzufügen von ProduktenEigenes MonitoringPreis
DealavoMid-/Enterprise-HändlerRegeln + KIjajaja (mit Tiefgang)Angebot (KMU→Enterprise)
CompeteraEnterprise, KI-PricingRegeln + KI (dok.)jaDemo (Implementierung + Nutzung)
Omnia RetailMid/groß, WesteuropaRegeln + Buy Box KIjajaAb ~399 €/Monat
PrisyncKMU-Self-ServiceRegeln (KI-Marketing)jaÖffentlich (199–399 USD)
PriceShapeKMU–MidRegeln (täglich)jaAb 500 €/Monat
LivePricePL-RetailerRegeln (26 Modi)— (separate Konten)jaAngebot (günstiger)
Brandly360Hersteller und Marken (PL)Regeln + KI (Marketingbotschaft)jaAb ~799 zł/Monat
BerrybooGünstig, für polnische KMURegeln (pro Produkt)jaÖffentlich (ab 499 zł)
7LearningsPrädiktive PreisgestaltungKI (dok.)janein (Kundendaten)Nur Demo

Aus der Übersicht wird deutlich, dass es kein einzelnes Tool gibt, das für alles perfekt ist. Die am besten dokumentierte KI (Competera, 7Learnings) ist nur für Enterprise verfügbar, nach Vertriebspräsentation und mit langer Implementierung – und 7Learnings sammelt dabei keine Wettbewerbspreise. Günstigere, zugängliche Tools funktionieren überwiegend regelbasiert. Dealavo bietet beides – Regeln und KI – mit Preisen pro Kanal, automatischem Hinzufügen von Produkten und tiefem Monitoring-Datenfeed darunter (durchgestrichene Preise, Omnibus, Versandkosten), zu einem für mittlere Unternehmen erschwinglichen Preis.

Wie wähle ich das richtige Tool für meinen Shop

Kleinerer Händler / KMU. Das Counter-Price-Paket von Dealavo , wenn Sie einen Weg zu KI, Preisen pro Kanal und einem tieferen Feed wollen. Prisync oder Berryboo (PL) hingegen für transparente Selbstbedienungsregeln.

Mid-Market, mehrkanalig (PL / DACH / UK). Dealavo – Regeln und KI, Preise pro Kanal, automatische Aufnahme von Produkten zu Regeln, mit Daten, die u.a. Google Shopping, Allegro und Amazon in einer Ansicht abdecken. LivePrice ist die günstigste polnische Alternative, aber mit auf separate Konten aufgeteilten Daten.

Nur Amazon. Sellerlogic (Buy Box ausschließlich auf Amazon) ist eben dafür; Dealavo, wenn Sie neben Amazon auch die übrigen Kanäle und Preisvergleichsportale in einem Tool benötigen.

Enterprise, das Maximum an KI wünscht. Competera für dokumentierte Optimierung oder ergänzen Sie 7Learnings für prädiktive Preisgestaltung auf Basis der Wettbewerberpreise aus Monitoring, wie dem von Dealavo.

Dealavo vs. LivePrice vs. Competera – kurz gefasst.

LivePrice ist günstiger, wenn Sie ausschließlich in Polen verkaufen und Nachteile wie separate Konten pro Kanal sowie das Fehlen einer echten KI-Schicht akzeptieren. Competera liefert die am besten dokumentierte KI-Optimierung, aber nur bei Enterprise-Budget und -Implementierungsverfahren. Dealavo verbindet diese beiden Welten – Regeln und KI, Preise pro Kanal und datenreicher Feed in einer Ansicht, zu einem Preis, der für den Mid-Market erschwinglich ist.

FAQ – Preisautomatisierung und Dynamic Pricing

  • Es ist ein Tool, das Ihre Verkaufspreise automatisch auf Basis von Regeln oder KI aktualisiert – als Reaktion auf Wettbewerbspreise, Nachfrage, Lagerbestände und Margenziele – damit Sie wettbewerbsfähig bleiben, ohne alles manuell zu prüufen und bearbeiten.

  • Die Begriffe überschneiden sich. Die Preisanpassung bezieht sich meist auf automatische Preisänderungen innerhalb eines Marktplatzes (Amazon, Allegro); „Dynamic Pricing“ ist die breitere Strategie kontinuierlich bewegter Preise. Beide basieren auf Daten aus der Marktüberwachung.

  • Eine regelbasierte Engine folgt der Logik, die Sie festlegen (z. B. „1 % unter dem günstigsten Wettbewerber bleiben, Preisreduzierung niemals unter Kosten plus 10 %“). Die KI-Variante schätzt Preiselastizität und Produktrolle ein und optimiert auf Gewinn oder Umsatz. Viele als „KI“ beworbene Tools arbeiten faktisch regelbasiert; die besten bieten beides.

  • Mit dem passenden Tool ja. Preise pro Kanal erlauben es, einen anderen optimalen Preis für den eigenen Shop und für einen bestimmten Marktplatz festzulegen – das ist wichtig, denn Wettbewerb und Provisionen unterscheiden sich zwischen den Kanälen.

  • Ja, sofern das Tool den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage vor der Reduzierung korrekt handhabt. Die Omnibus-Richtlinie (in Polen seit dem 1. Januar 2023) verlangt, dass bei jeder Rabattinformation daneben der niedrigste Produktpreis der letzten 30 Tage angegeben wird. Eine gute Preiskalkulations-Engine sollte den Omnibus-Preis der Wettbewerber lesen und Ihren Referenzpreis überwachen, sodass die Regel die Rabattmitteilung nicht ungültig macht. Dealavo zieht diese Daten aus über 1000 Quellen, sodass Preisentscheidungen auf dem realen Endpreis basieren, nicht nur auf dem Preisetikett.

  • Regelbasierte Self-Service-Tools beginnen bei einigen hundert Euro oder Złoty pro Monat; KI-Plattformen der Enterprise-Klasse werden individuell bepreist, manchmal mit Implementierungsgebühr versehen. Prüfen Sie, ob Monitoring, Zuordnung (Matching) und Preishistorie im Lizenzpreis enthalten oder zusätzlich buchbar  sind.

    *Fangen Sie mit den Daten an: Preisautomatisierung ist nur so gut wie die Preise, auf die sie reagiert. Werfen Sie einen Blick in unseren Leitfaden zu den besten Tools zur Preisanalyse.*

Oder testen Sie es mit Ihren eigenen Daten: die kostenlose einwöchige  von Dealavo läuft auf Ihrem realen Katalog und den von Ihnen gewählten Überwachungsquellen.

Dealavo

  • https://dealavo.com/pl/repricing – KI-Preisanpassung; Integrationen mit Allegro, Amazon, Ceneo, Empik, Google Shopping, IdoSell, WooCommerce, Shopify, Magento 2, BaseLinker; Integration mit Google Analytics; Produktsegmentierung nach Rollen (Traffic Builders, Basket Builders, Long-Tail).

Competera

  • https://competera.ai – Positionierung als AI-Driven Retail Price Optimization; Erklärung „95%+ accuracy“ und „98% SLA“; ML / Contextual AI; Datenübernahme aus ERP.
  • https://competera.ai/resources/case-studies/unilever – Case Study Unilever: Echtzeit-Überwachung in 3 Ländern, 1,2 Mio. Datenpunkte pro Monat, 98 % SLA, 98 %+ Zuordnungsgenauigkeit.
  • https://competera.ai/resources/articles/competera-platform-now-on-sap-store – Integration mit SAP S/4HANA und SAP CAR, Präsenz im SAP Store.
  • https://www.sap.com/germany/products/crm/partners/competera-uk-limited-competera-pricing-platform.html – Eintrag von Competera als SAP-Partner.

Omnia Retail

  • https://www.omniaretail.com – AI Dynamic Pricing, AI Price Monitoring, Unterstützung der Amazon Buy Box; Kunden Bol.com, Samsung, Philips, L’Oreal, Kaufland.
  • https://www.omniaretail.com/pricing – Single-Shop-Paket ab 399 €/Monat für KMU; Multi-Shop Enterprise auf Anfrage.
  • https://www.omniaretail.com/decathlon-case-study – Case Study Decathlon: ROAS +50 %, Konversion +80 %.
  • https://www.omniaretail.com/success-stories/hp – Case Study HP.
  • https://www.omniaretail.com/blog/how-retailers-can-stay-compliant-with-the-omnibus-directive-in-2025 – Funktion „Directive Pricing Indicator“ / „Min Selling Price Last 30 Days“ für die Omnibus-Richtlinie.

Prisync

  • https://prisync.com/pricing – öffentliche Pakete: URL Based 99–399 USD, Channel Based 199–599 USD, Hybrid 299–799 USD; bis zu 3 Preisaktualisierungen pro Tag.

PriceShape

  • https://priceshape.com – Preisautomatisierung; Erklärung „800+ companies“.
  • https://priceshape.com/solutions/marketing-ad-spend-optimization – Modul Marketing Ad Spend Optimization mit Supplementary Feed für Google Merchant Center.
  • https://priceshape.com/pricing – individuelle Preisgestaltung ab 599 €/Monat.

LivePrice

  • https://liveprice.pl – Cenomatic-Engine, Preisberechnungsmodi, CPC-Gebotsauktionen auf Ceneo, Integrationen mit Comarch ERP XL und Subiekt, Unterstützung von Allegro und Ceneo, Preisdifferenzierung pro Kanal.

Brandly360

  • https://brandly360.com – Dynamic Pricing, Betreuung von Herstellern und Shops, Kunden Samsung, Lenovo, Panasonic, Komputronik; Erklärung von 10-Minuten-Scans; KI/ML-Unterstützung.
  • https://brandly360.com/pl/obsluga/ – Datenqualität basierend auf AI/ML-Matching mit manueller Verifikation durch Spezialisten.

Berryboo

  • https://www.berryboo.ai – Monitoring und Preisautomatisierung 24/7, Zuordnung über EAN, Unterstützung von Empik Marketplace, Allegro und Google Shopping.
  • https://www.berryboo.ai/cennik-i-pakiety-berryboo/ – Preisliste ab 690 PLN netto/Monat, drei Pakete (Basic / Extended / Enterprise).

7Learnings

  • https://7learnings.com – AI-powered predictive pricing, ML-basierte Nachfrageprognose, Erklärung eines Gewinnzuwachses von „15%+“.
  • https://7learnings.com/resources/case-study-westwing/ – Case Study Westwing mit A/B-Test auf ausgewähltem Sortiment.
  • https://7learnings.com/news/7learnings-secures-e10m-series-b/ – Pressemitteilung zur Series-B-Runde (10 Mio. €+, 2025).
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